101 Jahre Waldorf-Pädagogik, Schule zwischen Kosmos und Erde

101 Jahre Waldorf-Pädagogik

Der künstlerische Mensch verbindet sein Wahrnehmen
und Denken mit dem Fühlen und kommt so zu
verantwortlichem Handeln.

In seinem Vortrag GA 218 „Der Mensch und die
übersinnlichen Welten“ vom 9. Dezember 1922, gehalten in
Stuttgart, führt Steiner sehr konkret aus, welche
Metamorphosen das menschliche Leben in der geistigen
Welt zwischen Tod und neuer Geburt durchläuft.
Steiner legt dar, wie aus dem verflossenen Erdenleben
Impulse für die neue Inkarnation erwachsen.
Diese betreffen nicht nur unsere Fähigkeit zu gehen, zu
sprechen oder zu denken, das Erinnerungs- und
Liebesvermögen, sondern auch alle Sinnestätigkeiten.
Des Weiteren verbindet Atmung über Gesang und Sprache
das Irdische mit dem Himmlischen. Eine Wissenschaft, die
hiervon handelt, ergreift sowohl den Kopf als auch das
Gefühl.


„Und in dem Augenblicke wird das Wissen begleitet von
Verantwortlichkeitsgefühl, das dann die Willenshandlungen
begleitet.“


„Wandeln Sie diesen Gedanken mit seiner Wirkung auf
Gefühl und Willen pädagogisch-didaktisch um und richten
Sie die Erziehung so ein, dass der Mensch (bis er
geschlechtsreif wird) ein lebendiges Gefühl ausgebildet hat:
Ich habe nicht das Recht, mich Mensch zu nennen, wenn ich
nicht gut bin – das ist etwas, was das Geistige so nahe als
möglich heranbringt an den einzelnen Menschen, weil nur
das Individuum in der heutigen Zeit zu seiner vollen
Verantwortung kommt.“


Angesichts der heutigen Herausforderungen stellt sich uns
mit verschärfter Dringlichkeit die Frage: Wie kommen wir zu
einem verantwortlichen Handeln?
Uns für diese Aufgabe zu stärken, diese wichtige Arbeit zu
befördern, hierfür tragende belastbare Antworten zu finden,
soll das Ziel dieser Tagung sein.
Die Tagung ist offen für Mitarbeiter*innen von Waldorf-
Schulen und -Kindergärten, sowie für Schüler*innen ab
Klasse 11 und verantwortlich mitarbeitende Eltern.


Der Tagungsvorbereitungskreis
Kigaroo